Vortrag: Macht über das Leben - Gentechnik im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik

Grafing. Auf Einladung des Arbeitskreises Gentechnik der BN Kreisgruppe Ebersberg referierte kürzlich Dr. Christoph Then vom Verein Test Biotech, ein europaweit bekannter Kritiker der Biotech- Industrie.

Then kritisierte vor allem die Manipulation der Gene durch die Forschung und die Schaffung von künstlichen Lebewesen zum alleinigen Nutzen von Industrieunternehmen durch Patente. Er bemängelte, dass es praktisch keine von der Wirtschaft unabhängige Forschung im Bereich Biotechnik in Europa mehr gäbe. Alle öffentlichen Forschungseinrichtungen seien mehr oder weniger abhängig von den Geldern der Industrie. Zudem sei ein erheblicher Prozentsatz der Forscher und Experten zugleich in Lobby- Vereinigungen der Biotechnologie tätig, die von der Industrie gesponsert werden. Es sei daher nicht verwunderlich, dass anstelle wissenschaftlicher Erkenntnis die Einführung neuer Produkte und Technologien das Ziel ist. Risiken bei der Schaffung von gentechnisch veränderter Lebewesen werden meist ignoriert. Kritische Wissenschaftler werden mundtot gemacht, verlieren das Forschungsprojekt und sogar den Job. Then betonte, dass die heutigen Lebewesen durch Milliarden Jahre Evolution entstanden sind und jetzt für kurzfristige technische und wirtschaftliche Verwertung optimiert werden. " Das ist wissenschaftlich und ethisch unverantwortlich" schloß Then den gut besuchten Vortrag. 

Agrogentechnik - Vortrag von W. Koehler in Grafing

Rund 50 Besucher kamen am 10. September um 19.30 Uhr in den Grafinger Kastenwirt um aus berufenen Mund zu hören, wieso die derzeitige Bundesregierung nach wie vor die Agrogentechnik unterstützt, obwohl eine breite Mehrheit der Bevölkerung (über 80%) diese ablehnt. Nach Wolfgang Köhler, ehemaliger Referent für Gentechnik im Bundeslandwirtschaftsministerium unter Künast, Seehofer und Aigner, bietet diese Technik keinerlei Vorteile gegenüber konventionell gezüchteten Pflanzen, jedoch ein erhebliches Risiko für  Mensch und Umwelt. So würden Schädlinge beispielsweise nach einigen Jahren des Anbaus resistent gegen das Gift, welches die gentechnisch veränderten Pflanzen produzieren. Auch die Ackerkräuter werden resistent gegen die Spritzmittel, die diese abtöten sollen. Weiter führte der Referent aus, dass  nach Auskunft der Gentechnikindustrie mittlerweile auf 12% der weltweiten Ackerflächen gentechnisch manipulierte Pflanzen wachsen würden. Was aber nicht gesagt werde, ist die Tatsache, dass Bauern in vielen Ländern nur deshalb Gensaatgut verwenden, weil infolge der Monopolisierung kein anderes Saatgut zur Verfügung steht.

Nach Wolfgang Koehler profitieren nur die Saatgut- und Chemiekonzerne durch den Verkauf des Saatguts und der Spritzmittel (Roundup Ready) von der Einführung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen. Diese Konzerne sorgten über Lobbyverbände und der Gentechnik nahestehende Fachleute in Behörden und Instituten für die positive Einstellung der derzeitigen Bundesregierung zur Agrogentechnik.

Gefragt, ob die CSU voll hinter der Ablehnung der Grünen Gentechnik stünde, sagte der Referent, dass die CSU in Bayern die Gentechnik ablehne, in Berlin oder Brüssel aber zu den Befürwortern zähle.

Etwas Hoffnung machte den Zuhörern die Aussage, dass nach Jahren der ausschließlichen Förderung biotechnologischer Verfahren endlich wieder Geldmittel für die konventionelle Züchtung von Eiweißpflanzen (z.B. Bohnen) bereit gestellt werden sollen. Denn es sei geradezu pervers, mit importierten gentechnisch veränderten Soja aus Südamerika - auf Kosten der dort vertriebenen Kleinbauern - in Deutschland die Fleischproduktion noch weiter zu steigern, um die Überschüsse dann zu Dumpingpreisen in Entwicklungsländer zu exportieren. Damit würden beispielsweise afrikanische Kleinbauern, die Hühner züchten, in den Ruin getrieben. 

Mit einer lebhaften Diskussion ging ein sehr informativer Abend zu Ende.

Klaus Schöffel, Sprecher BN- Arbeitskreis Gentechnik

 

 

 

Ebersberger Forst: Neue Wanderkarte

Aktion Löffelkraut:

Der BUND- und BN Vorsitzende Prof. Dr. Weiger trägt sich am 07.05.2013 ins Goldene Buch der Gemeinde Glonn ein. Links der ehem. BN- Kreisvorsitzende Jochen Carl

Gemeinsame Erklärung zur Windnutzung aus Anlass der Planung zum Windpark Ebersberger Forst

Der Kreistag beschloss 2006 ein Aktionsprogramm für die nachhaltige Entwicklung des Landkreises Ebersberg und 2008 stimmte die Energiekonferenz des Landkreises für die Nutzung der Windenergie. Dazu sollen bis 2013 mindestens 20% des Stroms mittels Windenergie erzeugt werden. Dies ist notwendig, sinnvoll und erreichbar.

Eine vom Umweltauschuss des Landkreises in Auftrag gegebene Ersteinschätzung erklärte 19 Standorte als geeignet.

Ertragsberechnungen durch zwei unabhängige Gutachter ergaben, dass Standorte in der Münchner Schotterebene besser geeignet sind, als die in der Ersteinschätzung betrachteten Standorte.

Green City Energy hat sich bereit erklärt eine einjährige Windmessung in 140m Höhe (Nabenhöhe) durchzuführen. Um diese finanzielle Vorleistung von etwa 140.000 Euro abzusichern, muss die Pachtoption für entsprechende Grundstücke zur Errichtung eines Windparks am Rande des Ebersberger Forstes gegeben sein. Die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer der Grundstücke, setzen dafür die grundsätzliche Befürwortung der angrenzenden Gemeinden Anzing, Vaterstetten und Zorneding voraus.

Der Standort von Windenergieanlagen am Rande des Ebersberger Forstes ist ideal, da Beeinträchtigungen durch Schattenwurf und Geräusche äußerst gering gehalten werden können. Die für dieses Projekt geplanten modernen Anlagen sind besonders leise. Selbst bei maximaler Windgeschindigkeit ist die Anlage in 1000 Meter Entfernung kaum zu hören - bei normaler Windgeschwindigkeit (ca. 3 m /s) ist sie nicht zu hören.

Die berechtigten Interessen der Bürger werden durch entsprechende Gutachten im Genehmigungsverfahren berücksichtigt. Auch Vögel und Fledermäuse dürfen nicht beeinträchtigt werden, was in speziellen Prüfungen nachzuweisen ist.

Ob die geplanten Windenergieanlagen schön oder hässlich sind, darüber lässt sich streiten. Aber sie werden immerhin schon ca. 10% des im Landkreis verbrauchten Stroms erzeugen können.

Wohl kaum umstritten ist der Nutzen der Energiewende im Landkreis. dazu sind die Windräder im Forst ein wichtiger Schritt, dem weitere folgen müssen.

Die tatsächlich verbrauchte Fläche durch Windenergieanlagen ist minimal. Die Windenergie ist ein billiger und reichlich vorhandener, sauberer und erneuerbarer Rohstoff. Durch diese häufige Verfügbarkeit wäre Deutschland weniger abhängig von Energieversorgung aus dem Ausland.

Bei der Produktion von Strom durch Windenregieanlagen entsteht kein Ausstoß von Schadstoffen.

Windenergieanlagen haben eine äußerst günstige Energieamortisationszeit (die Zeit, bis die zur Herstellung einer Anlage benötigte Energie wieder eingespielt ist), sie liegt bei 4 bis 10 Monaten. Der Rückbau von Windenergieanlagen ist unproblematisch.

Die unten genannten Gruppierungen befürworten nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente im Interesse der künftigen Versorgungssicherheit aus regenerativen und ungefährlichen Energien die Weiterführung der Planungen, insbesondere die Aufstellung eines Messmasten an der Westseite des Ebersberger Forstes und empfehlen den Ratsgremien der Gemeinden Anzing, Vaterstetten und Zorneding im Interesse der Bürger, dringend dem Windprojekt zuzustimmen.

Andre Kosak                     Peter Fleckner                  Wolfgang Poschenrieder

Kommunaler AK                Energiewende                   Energie-Forum

Energie Anzing                   Vaterstetten                        Zorneding

Andreas Münnich             Olaf Rautenberg                    Max Maier

Ebersberger Bündnis      Agenda 21 - AK                       AK Bürgerakzeptanz

für den Atomausstieg      Energie & Ressourcen          Windenergieanlagen       

 

 

Merkur - Online vom 02.09.2011

Söder macht sich für Windkraft stark

München - Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) will große Teile des Freistaats prinzipiell für den Bau von Windkraftanlagen freigeben und Genehmigungsverfahren radikal vereinfachen.

Umweltminister Markus Söder kämpft für eine Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens bei Windkraftanlagen.

"Wir haben in Bayern einen besonderen Nachholbedarf",  sagte er am 02.09.2011  in München. Darum sollen die Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen in Zukunft deutlich transparenter und kürzer werden. Die bisherigen Verfahren hätten "eher zur Verhinderung von Windkraftanlagen beigetragen als zur Verstärkung".

So sollen zum Beispiel zwei Prozent der bayerischen Landesfläche in Zukunft generell als positive und für die Anlagen wünschenswerte Flächen definiert werden. Die Fläche der absoluten "Tabu Zonen", die derzeit noch 37 Prozent des Staatsgebietes beträgt, soll auf zehn Prozent verkleinert werden. "Künftig ist auf 90 Prozent der bayerischen Landesfläche Windenergie grundsätzlich möglich", sagte Söder.

Außerdem sollen Lärmgutachten nur noch dann nötig sein, wenn die Räder näher als 800m  an einem Wohnhaus stehen. Und auch in Sachen Naturschutz will Söder die Dinge für Bauherren von Windkraftanlagen einfacher machen. In Zukunft sollen nur noch Tierarten - meistens sind es Vögel - überprüft werden, die überhaupt durch Windräder beeinträchtigt werden können. Das wären dann nur noch 26 Vogel- und acht Fledermausarten im Gegensatz zu 386 Tierarten, die heute auf der Prüfliste stehen.

Das Ziel der neuen Regelungen: Genehmigungsverfahren, die derzeit rund zehn Monate dauern, sollen auf drei Monate verkürzt werden. Das Vorbild für den neuen Weg hat der Minister im Norden der Republik gefunden - Schleswig-Holstein. Im Herbst will das Kabinett einen Winderlaß verabschieden.

Laut Energiepapier der Staatsregierung soll bis zum Jahr 2021 zehn Prozent der Energie in Bayern aus Windkraft generiert werden. Dafür sind nach Angaben des Umweltministeriums bis zu 1500 neue Windräder nötig. Derzeit macht die Windenergie in Bayern nur ein Prozent aus. " Der Wind , der durch Bayern weht, ist eine bayerische Energiequelle", betonte der Umweltminister.

dpa

 

Presseerklärung des Bund Naturschutz Kreisgruppe Ebersberg:

Ja zum Windpark im Ebersberger Forst !

Der Bund Naturschutz (BN) hat sich bei seiner letzten Orts- und Kreisgruppenvorstandssitzung am 06.07.2011 mit einem einstimmigen Beschluss für den Bau eines Windparks im westlichen Teil des Ebersberger Forsts ausgeprochen.

Mit seinem Votum unterstützt der Bund Naturschutz den Willen der Bayerischen Staatsregierung, sich für eine verstärkte Nutzung des in den Bayerischen Staatsforsten vorhandenen Windenergiepotentials einzusetzen, wie es mit der Verabschiedung des Bayerischen Energiekonzeptes "Energie innovativ" am 24. Mai von der Staatsregierung beschlossen wurde.

"Natürlich ist uns der Spagat bewußt, den wir zwischen dem Erhalt des Ebersberger Forstes und der Förderung der Windenergie im Landkreis Ebersberg vollziehen müssen", so Olaf Rautenberg, Kreisvorsitzender des BN, "aber im Gegensatz zu den vielfach geforderten asphaltierten Straßen durch den Forst würden die schützenswerten Lebensräume durch den Bau eines Windparks mit sechs Anlagen nicht zerschnitten."

Während zum z.B. die Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst den absoluten Schutz des Forstes in seiner Satzung festgeschrieben hat, muss der BN stets einen vernünftigen Ausgleich zwischen zum Teil widersprechenden Zielsetzungen finden.

" Der Atomausstieg und die Energiewende sind das Hauptziel unseres Verbandes auch auf kommunaler Ebene in diesem Jahr. Nachdem dies allein durch Energiesparen und Energieeffizienzsteigerung nicht zu schaffen sein wird, müssen wir unseren  Widerstand beim Einsatz der Erneuerbaren Energien wie Windkraft, Biomasse oder Photovoltaik- Freiflächenanlagen zurückschrauben, wenn es im Einzelfall hinnehmbar erscheint."

"Es gibt kein Recht auf freie Aussicht, das haben wir beim Bau der Ebersberger Südumgehung gelernt," so erinnert Gerald Moder die Versammlung an die Vorgehensweise der Behörden bei Strassenbauvorhaben. " Bei welchem Gewerbegebiet auf der grünen Wiese wird denn als Genehmigungsvoraussetzung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung verlangt, wie sie für den geplanten Windpark vorab gefordert wird?"

"Windmessungen über ein Jahr, Standort möglichst weit weg von der nächsten Wohnbebauung, das sind optimale Voraussetzungen. Ein Windpark im Landkreis Ebersberg wäre ein sichtbares Symbol für den Willen der Bevölkerung, ihren Beitrag zur erforderlichen Energiewende zu leisten," überzeugte Rautenberg schließlich seine Vorstandsmitglieder. 

Windenergieanlagen im Ebersberger Forst ?

Zur Zeit weht heftig "Gegenwind" im Zuge einer geplanten Windenergiemessung mit einem 140 m hohen Mast am westlichen Rand des Ebersberger Forsts . Mit unqualifizierten, unberechtigten und teilweise auch aufwieglerischen Parolen sollen 6 geplante Windräder am Rande des Forstes verhindert werden.

Trotz sachlicher und objektiver Information von seiten Green City Energy werden Informationsveranstaltungen zum Teil systematisch gestört bzw. Befürworter der Windenergiemessungen niedergeschrien. Auch die lokale Presse berichtet tendenziös. Im nachfolgenden Beitrag äußert sich die Energiewende Vaterstetten zum Thema:

www.energiewende-vaterstetten.de 

 

P.S. Nun greift, wie gestern in Purfing gesehen, die Aktionsgruppe "Gegenwind" auch zum Mittel der optischen Täuschung. Der Forst wird in einer Fotomontage extrem klein gezeigt (ca. 20 m), während die Windräder als "Monster" mit ca. 350 m Höhe und 50 m Breite dargestellt werden.

Ebersberger Zeitung vom 25.11.2010

Enge Grenzen für die Grüne Gentechnik !

Karlsruhe - Das Bundesverfassungsgericht hat der Gentechnik in der Landwirtschaft enge Grenzen gesetzt.  In einer gestern verkündeten Entscheidung bestätigten die Richter das geltende Gentechnikgesetz. Sowohl das Standortregister für Gentechnikfelder wie auch weitreichende Haftungsregelungen seien mit dem Grundgesetz vereinbar. Danach müssen Gentechnik-Landwirte zahlen, wenn veränderte Pollen ein Nachbarfeld verunreinigen - unabhängig davon, ob sich der konkrete Verursacher nachweisen lässt (Az.: 1 BvF2/05). Damit ist der Vorstoß der ehemaligen schwarz-gelben Regierung von Sachsen-Anhalt gescheitert, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu erleichtern.

Ebersberger Zeitung vom 09.11.2010

"Nachrüstung ist eine Farce"

Naturschützer gegen Programm für Atomkraftwerke

München - Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat das von Umweltminister Markus Söder (CSU) angekündigte Nachrüstprogramm für Atomkraftwerke als "Farce" kritisiert. Das Programm sei bautechnisch nicht umsetzbar und deshalb sicherheitstechnisch nicht wirksam, erklärte BN- Chef Hubert Weiger am Montag. " Alte Siedewasser- Reaktoren der Baureihe 69 - wie das Atomkraftwerk Isar I - sind aus konzeptionellen und aus Platzgründen sicherheitstechnisch nicht nachrüstbar und damit auch in Zukunft nicht sicher gegen Flugzeugabstürze und Terrorismus."

Alterungseffekte wie Materialermüdung seien für diese mehr als 35 jahre alten Anlagen nicht mehr in den Griff zu bekommen. "Längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke ohne erhöhte Gefahren für die Bevölkerung gibt es also nicht", betonte der BN- Chef. Er stellte für 2011 "neue Großaktionen gegen die "Atomlobby" in Aussicht.

Die "Allianz 2010 für Atomausstieg und Klimaschutz" warf der Staatsregierung Doppelmoral vor, weil sie längere Laufzeiten vehement unterstütze und zugleich gegen ein Atommüll-Zwischenlager in Bayern sei.

Süddeutsche Zeitung - Onlineausgabe vom 23.07.2010

Brokkoli für Monsanto !!!

München - Hinter dem umstrittenen Brokkoli - Patent, das derzeit vom Europäischen Patentamt geprüft wird, steht der US- Konzern Monsanto. " Ein Mitarbeiter von Monsanto gab am Rande der Anhörung zu, dass es hier ganz direkt um die Interessen des US- Konzerns geht ", teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit. Das Patent gehört eigentlich der englischen Firma Plant Bioscience. Es sei jedoch geplant, dass Monsanto dessen Vermarktung übernehmen werde, hieß es weiter. Ein Sprecher von Monsanto sagte der SZ, das Unternehmen sei Lizenznehmer des Patents.  Ziel sei es, den Brokkoli in zwei bis drei Jahren zu vermarkten. Der Patentstreit dient als Musterfall, an dem das Amt entscheiden will, ob natürliche Ressourcen weiterhin patentiert werden können. Monsanto steht in der Kritik, weil der Konzern die Ausbreitung von Gentechnik in der Landwirtschaft forciert.  slb

Pressemitteilung der "Aktion GEN-Klage" vom 01.07.2010

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Wulff

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat strafrechliche Vorermittlungen gegen den frisch gewählten Bundespräsidenten Christian Wulff sowie gegen die niedersächsische Agrarministerin Astrid Grotelüschen und den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander wegen Verstoßes gegen das Gentechnikgesetz aufgenommen.

In der letzten Woche hat das internationale Netzwerk "Aktion GEN-Klage" Strafanzeige gegen die Verantwortlichen in der Niedersächsischen Landesregierung wegen illegaler Freisetzungen gentechnisch veränderter Pflanzen erstattet. Das Umweltinstitut München e.V., die Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen in Niedersachsen, der BUND sowie der Bund Naturschutz in Bayern e.V. und andere Umweltschutzorganisationen haben sich der Anzeige angeschlossen.

"Die Bundesländer haben sich verpflichtet spätestens zum 31.3. eines Jahres das Saatgut auf Verseuchung zu prüfen, damit kontaminiertes Material vor der Aussaat zurückgerufen werden kann", sagte der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Christian Meyer letzte Woche auf einer Pressekonferenz in Hannover. "Die niedersächsische Landesregierung ist ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen und hat damit grob fahrlässig oder vorsätzlich Schaden in Millionenhöhe bei den Landwirten in Kauf genommen!" Niedersachsen hat damit auch die Verseuchung in anderen Bundesländern verursacht. Jetzt wurde in vielen Bundesländern deshalb der Umbruch der betroffenen Ackerflächen angeordnet.

Agrarministerium und Umweltministerium sowie nachgeordnete Behörden haben Vorfälle über Wochen nicht bearbeitet und auch keine Vorwarnung herausgegeben, obwohl erste Funde gentechnischer Konstrukte bereits am 12.3 vorlagen. Nach § 39 des Gentechnikgesetzes stellt die nicht genehmigte Freisetzung eine Straftat dar, die mit Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren geahndet wird.

Münchner Merkur vom 28.04.2010

Klimawandel schreitet voran - Klimareport 2009

Berlin/München - Die Sommer werden immer trockener, die Winter immer milder und regenreicher: Der Klimawandel schreitet voran. Auch ein Jahr ohne Wärmerekorde oder ein strenger Winter ändere nichts daran, dass die Jahresdurchschnittstemeratur in Deutschland seit 1881 um 1,1 Grad Celsius (in Bayern sogar um 1,2 Grad) gestiegen sei, erklärte der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Berlin. Insgesamt sei das vergangene Jahrzehnt das wärmste seit Beginn der Messungen vor 130 Jahren gewesen.

Ein Patentrezept gegen den Klimawandel? Hat der Klimareport 2009 leider nicht. " Die Landwirte müssen einfach mehr Getreide -und Fruchtsorten anbauen, die Wärme und Trockenheit lieben", sagt Gerhard Müller -Westermeier, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD).  

Bis zum Ende des Jahrhunderts erwarten die DWD- Experten einen Temperaturanstieg bis 4 Grad Celsius. "Der Klimazug hat trotz seiner abwechslungsreichen Reise nach wie vor ein klares Reiseziel", sagt DWD- Präsident Wolfgang Kusch: " Er fährt bergauf."

Für die Landwirtschaft bedeutet das konkret: Die Erträge können zwar steigen, weil zweimal geerntet werden kann. Entscheidend sei allerdings, ob ausreichend Wasser vorhanden ist. Und genau dabei ziehen die milderen Winter neue Probleme nach sich, denn durch den fehlenden Frost werden die Böden nicht aufgelockert. "Alle Landwirte müssen damit rechnen, dass mildere Winter die Gefahr von Schädlingsbefall erhöhen und neue Schädlinge einwandern, erklären die DWD- Experten unisono.

Münchner Merkur vom 26.04.2010

Massen - Protest gegen Atomkraft

Über 100 000 Demonstranten gegen Verlängerung der Kernkraftwerks - Laufzeiten

Hamburg - Mit einem Massenprotest von weit mehr als 100 000 Demonstranten in vier Bundesländern hat sich die Anti-Atom-Bewegungzurückgemeldet. Zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und zwei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen protestierten am Samstag allein in Norddeutschland knapp 100 000 Menschen mit einer 120 km langen Menschenkette gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Die Demonstranten verbanden mit ihrem quer durch Hamburg laufenden Band die Pannenmeiler Krümmel und Brunsbüttel.

Rund 10 000 Demonstranten "umzingelten" zudem den Altmeiler Biblis in Hessen und stellten sich bei einem "Die-in" tot. Am Zwischenlager Ahaus in Nordrhein-Westfalen demonstrierten laut Polizei rund 5000 Menschen. Auch in anderen Städten gab es Aktionen, so in Nürnberg. Die seit Jahren größten Anti-Atom-Proteste in Deutschland verliefen laut Polizei überall friedlich.

Nachtrag zum Leserbrief von Klaus Schöffel vom 15.03.2010

Da die ESZ nicht den kompletten Text des Leserbriefs von Klaus Schöffel abgedruckt hat, können Sie den letzten Absatz untenstehend lesen:

Es erhebt sich die Frage, wann werden die Vertreter der CSU auf Distanz zu Hrn. Lehmers Aussagen bzgl. Gentechnik gehen und der ablehnenden Haltung der Partei zur "Grünen Gentechnik" endlich Taten folgen lassen ! Denn sollte dies nicht bald geschehen, waren die Ankündigungen vom "Gentechnikfreien Bayern" eben doch bloß Wahlkampfsprüche und diejenigen, die die Ankündigung der CSU schon vor den Wahlen als Wählertäuschung bezeichnet hatten, würden recht behalten.

ESZ vom 10.03.2010

Lehmer macht sich für Amflora stark

Landkreis  Ein "wichtiges Signal für dem Innovationsstandort Deutschland" ist nach Einschätzung des CSU- Bundestagsabgeordneten Max Lehmer die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffelsorte Amflora. Die Zulassung wurde von dem deutschen Biochemiekonzern BASF beantragt, für den Lehmer von 1980 bis 2005 als technischer Leiter und landwirtschaftlicher Fachberater tätig war. Wie es in einer Pressemitteilung des CSU- Bundestagsabgeordneten aus Neuching heißt, sei "Amflora" ein Beispiel für eine Pflanzeninnovation, die für eine stoffliche Nutzung entwickelt wurde". Sie produziere eine hochwertige Stärke, die beispielsweise in der Papierindustrie zum Einsatz komme. "Dank Amflora", so Lehmer, "wird Stärkeverarbeitung in Zukunft deutlich ökologischer": Die Stärkeindustrie kann in erheblichem Umfang Wasser und Energie sparen, weil die Amflora- Stärke nicht aufwendig getrennt und gereinigt werden muss". Weiter heißt es in der Erklärung, die Max Lehmer als zuständiger Berichterstatter und der forschungspolitischer Sprecher der CDU/CSU- Fraktion, Albert Rupprecht, gemeinsam verfasst haben: "Wir begrüßen, dass Amflora auch in Deutschland angebaut werden kann.

Die Kritik von Umweltschützern und einigen Wissenschaftlern, dass die Indusriekartoffeln ein Markergen mit einer Antibiotikaresistenz enthalte, hält Lehmer für falsch: Die europäische Lebensmittelbehörde Efsa und die Bundesanstalt für Risikoabschätzung hätten diese Frage "seit Jahren"  geprüft und die Kartoffel als sicher eingestuft. Die Konzentration liege weit unter dem, was an natürlichen Antibiotika in den Ackerböden vorhanden sei, sagte Lehmer: "Der Einfluss auf Humanantibiotika ist widerlegt, so die einschlägigen Experten."

Der CSU Bundestagsabgeordnete betont jedoch, es entspreche nicht der deutschen Position, dass Nebenprodukte aus der Verarbeitung der Kartoffel auch als Futtermittel für Tiere genutzt werden dürfen. Trotz der Erlaubnis der Kommission werde eine Verwendung als Lebens- und Futtermittel in Deutschland nicht stattfinden.

Nach Lehmers Einschätzung führt der Amflora- Anbau nicht zu einer stärkeren Industrialisierung der Landwirtschaft. Der Abgeordnete bezeichnet ihn als die Fortsetzung dessen, was "seit 150 Jahren, seit Gregor Mendel," ohnehin im züchterischen Bereich mit Kulturpflanzen geschehe.

Thomas Daller

 

SZ vom 04.03.2010

Ebersberger SZ vom 15.01.2010

Austausch von Überzeugungen

Diskussion des Bundes Naturschutz über Gentechnik in der Landwirtschaft

Kirchseeon. "Wir dürfen die Thematik nicht zur Glaubensfrage machen, dafür ist sie viel zu ernst". Diese Warnung stammt vom Bundestagsabgeordneten Max Lehmer (CSU) und er äußerte sie zu Beginn der Diskussion, zu welcher der Arbeitskreis Gentechnik im Landkreis jetzt nach Kirchseeon eingeladen hatte. Diese Veranstaltung zeigte, dass die Positionen pro oder contra Gentechnik in der Landwirtschaft daran festgemacht werden, wer welcher Untersuchung und welchem Wissenschaftler Vertrauen schenkt.

Der Arbeitskreis des Bundes Naturschutz hatte den Ebersberger Wahlkreisabgeordneten zum Meinungsaustausch mit rund 35 handverlesenen gentechnischkritischen Umweltschützern, Verbrauchern und Landwirten ins Gasthaus Brückenwirt eingeladen. Der CSU- Politiker ist einer, der auch gegen die Parteilinie Agro- Gentechnik absolut befürwortet. Gut vorbereitet und mit viel Detailwissen ausgestattet sah sich der promovierte Agrarwissenschaftler einem größtenteils ebenso kompetenten Publikum- darunter Experten wie der Tierarzt und Greenpeace-Gentechnik-Spezialist Christoph Then oder die Vaterstettener Molekularbiologin und Gründerin des "Gen- ethischen Netzwerkes", Ruth Tippe. Selbst der hessische Landwirt Gottfried Glöckner, einer der ersten Bauern, der Genmais angebaut und dabei nach eigener Ausssage seinen Viehbestand ruiniert hatte, war nach Kirchseeon gekommen.

Die teils leidenschaftliche Debatte bestand wegen der eindeutig manifestierten Haltungen im wesentlichen im Austausch von Überzeugungen frei nach dem Prinzip "Ein Thema- zwei Wahrheiten". Percy Schmeiser zum Beispiel: Der kanadische Landwirt hat Lehmer zufolge nachweislich unberechtigt gentechnisch veränderten Raps angebaut, deshalb sei er zurecht auf Schadenersatz verurteilt worden. Die Felder des Trägers des alternativen Nobelpreises seien hingegen ungewollt kontaminiert worden, so die Meinung des Publikums.

Oder die Bekämpfung des Welthungers: Nach Lehmers Auffassung können durch Gentransfer in ihrer Leistung optimierte Pflanzen das Nahrungsbedürfnis der wachsenden Bevölkerung befriedigen, ohne das weitere landwirtschaftliche Anbauflächen durch Rodung gewonnen werden müssten. "Hunger ist eine Frage von Macht und Kaufkraft" entgegnete Bund Naturschutz Vorsitzender Olaf Rautenberg. Für Lebensmittel gelte das gleiche wie für Medikamente. Zwar gebe es bereits entsprechende Mittel gegen HIV oder Malaria, diese könnten jedoch von denen, die sie brauchen, nicht bezahlt werden. Ein Prinzip, das sich bei der Nahrung fortsetzen werde. In der Haftungsfrage wurde aus dem Publikum kritisiert, dass Imker, die eine gentechnische Kontamination ihres Honigs befürchten, für die entsprechende Prüfung selbst finanziell aufkommen müssen. Lehmer hält die gesetzliche Regelung für ausreichend - auch, weil der Honig gar nicht kennzeichnungspflichtig ist.

Doch es gab auch Gemeinsamkeiten an diesem Abend, wie etwa die Haltung, dass es bei allem Forschungs- und Verbreitungswillen nie eine Gefahr für Mensch, Tier oder Umwelt geben dürfe. Oder auch die Einsicht, dass Koexistenz von gentechnischer, konventioneller und biologischer Landwirtschaft nicht möglich ist. "Eine Null- Toleranz- Grenze wird es nie geben", sagte Lehmer.

Karin Kampwerth

Leserbriefe zum ESZ-Artikel vom 15.01.2010

Das Glaubensbekenntnis des Max Lehmer

"Wir dürfen die Thematik nicht zur Glaubensfrage machen. Dazu ist sie viel zu ernst". Wenn der Bundestagsabgeordnete Max Lehmer (CSU) mit diesen Worten die Kritiker der Agrogentechnik warnt, verdrängt er damit, dass alle politischen Entscheidungen irgendwie auch Glaubensfragen sind.

Die Regierung in Berlin glaubt z.B., dass sie mit völkerrechtswidrigen Angriffskriegen den Terrorismus besiegen kann (Frieden schaffen mit aller Gewalt); dass unsere Atomkraftwerke sicher sind (auch gegen Sabotage und Terrorangriffe); sie glaubte bisher auch, dass sie in der Asse Atommüll für Millionen von Jahren "endlagern" könnte und die Bayerische Staatsregierung glaubte, dass der Kauf der Hypo Group Alpe Adria ein tolles Geschäft sei.

So glaubt unser Bundestagsabgeordneter Max Lehmer (CSU) z.B., dass die Agrogentechnik "das Nahrungsbedürnis der wachsenden Bevölkerung befriedigen könne, ohne dass weitere landwirtschaftliche Anbauflächen durch Rodung von Wäldern gewonnen werden müssten", obwohl es in den USA, dem Land mit dem stärksten Einsatz der Agrogentechnik heute fünfzig Millionen Hungernde gibt; obwohl sich in Südamerika heute Kleinbauern gezwungen sehen, ihre Selbstversorgerhöfe zu verkaufen, damit auf diesen Flächen ausländische Großkonzerne "Gensoja" als Futtermittel für unsere Massentierhaltung anbauen können. Weitere Urwaldflächen werden heute noch zusätzlich gerodet. Lehmer glaubt, dass die Saatgutkonzerne für die Hungernden "Gensaaten" entwickeln werden, obwohl die Bedürftigen kein Geld haben werden, diese zu kaufen; er glaubt, dass es keine Monopolisten geben wird, weil der Wettbewerb dies verhindern wird, obwohl Monsanto nach eigene Ausssage bei gentechnisch veränderten Saatgut heute schon einen Marktanteil von 95 Prozent hat und massenhaft Unternehmen für konventionelles Saatgut aufkauft, um diese anschließend zu liquidieren; er glaubt, dass die Agrogentechnik, also z.B. auch die artenüberschreitende Kreuzung der Gene von Ratten und Salat zur Steigerung des Gehalts an Vitamin C oder von Tomaten und Fischen, um diese kälteunempfindlich zu machen, nur eine logische Fortsetzung der klassischen Pflanzenzucht ist, wie sie bereits seit zehntausend Jahren betrieben wird. Wir vom Bund Naturschutz glauben eher das Gegenteil.

Immer wenn die Argumente ausgehen, appeliert Herr Lehmer an Sachlichkeit, Emotionslosigkeit, Ideologiefreiheit und eben daran, die Agrogentechnik nicht zur Glaubensfrage zu machen  - unglaublich!

Olaf Rautenberg

Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz

Vorsätzliche Vernichtung

Unser Volksvertreter müsste es besser wissen. Schließlich ist Max Lehmer promovierter Landwirt und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Agro- Gentechnik. Leider beschäftigt er sich damit nicht im Sinne des Volks, das ihn in den Bundestag geschickt hat. Denn das Volk lehnt, im Sinne Adenauers (" keine Experimente") konservativ, die Agrogentechnik ab. Es will keinen Genhonig auf dem Brot, kein Genfleisch auf den Teller und keine Gentomaten im Schulranzen.

Lehmer will aber Genmais, Genkartoffeln und Genraps - nicht nur im Labor, sondern im Freiland, wo das Zeug ungehindert die Umgebung verseuchen würde. Dabei weiß Lehmer genau,was er tut: Er selber gibt zu, dass Koexistenz nicht möglich ist. Im Klartext heißt das, dass er zugunsten der Agro- Gentechnik die konventionelle und die biologische Landwirtschaft vorsätzlich vernichten will.

Dass die CSU den Abgeordneten trotz dessen bekannter Verbohrheit wieder als Kandidaten aufgestellt hat, zeigt, wie ernst sie ihre behauptete Abkehr von der Agro- Gentechnik meint.

Dr. Wolfgang Beer, Grafing

Für die Industrie, gegen den Landwirt

Es macht mir große Sorgen, dass sich Max Lehmer (CSU) entgegen den Erkenntnissen des Weltagrarrates noch immer als Gentechnik - Befürworter zeigt. Vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es seinen Worten nach keine Koexistenz von biologischer, konventioneller und gentechnischer Landwirtschaft gibt. Jetzt wissen wir wenigstens, woran wir sind. Eine Partei, die eine solche Linie vertritt, arbeitet für die Industrie und gegen die Landwirtschaft.

Da nutzen auch die schönen Sonntagsreden nichts mehr. Wer als Landwirt jetzt noch nicht gemerkt hat, worum es bei diesem Gerede über den Fortschritt der Gentechnik geht, hat spätestens nach Lektüre dieses Beitrags keinen Grund mehr zu behaupten, er habe nie gewusst, welche Auswirkungen die Gentechnik auf unsere bäuerliche Existenz hat.

Stefan Großmann, Hergolding

Unchristliche Gentechnik

Gegen Ende der Veranstaltung hat Max Lehmer Informationsmaterial zur Agrogentechnk ausgelegt. Unter anderem eine Broschüre von der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Darin wird ausgeführt, "dass sich... die Vision von der raschen Bewältigung des Hungers in der Welt als überzogen erwies". Das ist sehr vorsichtig ausgedrückt, angesichts der Tatsache, dass bis jetzt gentechnisch veränderte Pflanzen vor allem als Tierfutter genutzt werden.

Im Gegensatz zur DGF- Broschüre hält Lehmer den Anbau von genveränderten Pflanzen für unabdingbar, um die immer noch zunehmende Weltbevölkerung ernähren zu können. In der SZ vom 9./10. Januar wird von Petra Steinberger unter dem Titel "Nicht Fisch! Nicht Fleisch!" sehr überzeugend dargelegt, dass der übermässige Fleischkonsum in den Industrieländern einer der Hauptgründe dafür ist, dass eine Milliarde Menschen Hunger leidet. Denn bei der Umwandlung von pflanzlicher Nahrung in tierische Nahrung entstehen sehr hohe Veredelungsverluste. So benötigt man für die Herstellung von einem Kilo Fleisch durchschnittlich sieben Kilogramm pflanzliche Nahrung.

Diesen Artikel sowie den Film "Monsanto- mit Gift und Genen" hatte ich Max Lehmer mit weiteren Informationen zum Thema Agrogentechnik überreichen wollen. Lehmer lehnte es jedoch ab, das Material anzunehmen mit der Bemerkung: "Ich kenne das alles". Ich fragte ihn:" Auch die Stellungnahme der Erzdiözese München- Freising und die Empfehlungen des Weltagrarrats?". Seine Antwort; "Ja, auch die".

In dem Papier der katholischen Kirche mit dem Titel " Wo es keinen Ausstieg gibt, verbietet sich auch der Einstieg" wird der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kategorisch abgelehnt. Diese Haltung wird ausführlich begründet. In den Empfehlungen des Weltagrarrats (ein von der UNO und der Weltbank bestelltes Gremium von etwa 500 Wissenschaftlern) wird belegt, dass nicht der großindustriell betriebenen Landwirtschaft mit gentechnisch verändertem Saatgut, sondern der biologisch, regional angepassten und nachhaltig betriebenen Landwirtschaft die Zukunft gehört.

Wenn Lehmer dies alles bekannt ist, stellt sich die Frage, mit welcher Begründung berücksichtigt er in seinem Referat nur Pro - Agrogentechnik- Aussagen? Lehmer vertritt im Bundestag offensichtlich nicht die große Mehrheit der Bürger und Landwirte im Landkreis, die sich eindeutig gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel aussprechen. Seine Pflicht als Volksvertreter wäre es, sich kritisch und verantwortungsvoll mit der Thematik zu beschäftigen. An diesem Abend hat er sich ausschließlich als Lobbyist von Chemie- und Saatgut- Konzernen und seines ehemaligen Arbeitgebers BASF vorgestellt. Dieser Eindruck erhärtet sich noch, weil er die Frage "Wie kommt es, dass im Koalitionsvertrag die Förderung der Kartoffel Amflora (entwickelt von BASF) explizit erwähnt wird? Das gehört doch nicht in ein politisches Grundsatzpapier antwortete: "Es könnte genau so gut die in Weihenstephan entwickelte Kartoffelsorte sein".

Kaum zu glauben, dass Max Lehmer als Abgeordneter einer christlichen Partei im Bundestag sitzt.

Klaus Schöffel

Sperecher des Arbeitskreises Gentechnik beim Bund Naturschutz

 

GeNPost, Die Zeit vom 06.01.2010

Westerwelle: Bundesrepublik soll in der Grünen Gentechnik führend werden !

Auszüge aus der Rede von Dr. Guido Westerwelle, Bundesvorsitzender der FDP, Vizekanzler und Bundesaußenminister beim Dreikönigsteffen der FDP am 06.01.2010 in Stuttgart (Es gilt das geprochene Wort):

...Dass man mit Hilfe der Gentechnologie Menschen das Leben erleichtern oder sogar das Überleben sichern kann, gilt aber nicht nur für einzelne Schicksale vor unserer Haustür. Das gilt auch für entfernte Regionen unserer Erde, wo Menschen das Notwendigste fehlt: In vielen Ländern erblinden Kinder wegen Vitamin-A- Mangels. Mit der Grünen Gentechnik haben Forscher, darunter auch ein deutscher Biologe der Universität Freiburg, eine Reissorte entwickelt, die das verhindern kann. Schon 70g von diesem Reis sollen den Tagesbedarf an Vitamin A decken.

Wer immer nur die Risiken sieht, der verpasst auch alle Chancen. Natürlich gilt es, Risiken zu beachten, wer würde das bezweifeln? Es gibt aber auch eine Ethik des des HELFENS und HEILENS .....

Anmerkung d.Red.: wenn das die von der FDP geforderte  "geistig - moralische Wende" ist, dann gibt es für Naturschützer noch viel zu tun.

Ebersberger SZ vom 14.12.2009

von Karin Kampwerth

Lukrative Geschäfte mit der Gensaat (Auszüge)

Öko- Aktivist zeigt Verflechtung von Industrie und Politik auf

Ebersberg. Das Fazit von Jörg Bergstedt ist bitter, aber deutlich: Wer sich gegen die Verbreitung von Gentechnik in der Landwirtschaft wehren will, kann sein Ziel nur mit zivilem Ungehorsam erreichen. Das bedeutet: Feldbesetzungen, das Ausbringen von Gegensaat und in letzter Konsequenz die Feldbefreiung, also die Zerstörung von gentechnisch verändertem Saatgut als probates Mittel, um gegen jene anzukommen, die vor allem ein lukratives Geschäft zum blühen bringen.

Nicht wenige der rund 100 Landwirte und Umweltschützer, die sich am Freitagabend zum Vortrag des hessischen Umweltaktivisten im Nebenzimmer des Gasthauses Huber drängten, zeigten sich geschockt angesichts des Referates, mit dem Bergstedt die Verbindungen zwischen Staat und Gentechnik- Konzernen aufzeigte.

Bergstedt zeigte die Verflechtungen zwischen der Gen- Industrie, Lobbyverbänden und Staatsbehörden auf. Der Gießener Aktivist nannte Wissenschaftler, die Felder für den Versuchsaufbau von Genpflanzen beantragen, gleichzeitig in Lobbyverbänden tätig seien und als Mitglieder der Kontrollgremien fungierten. "An wen wollen Sie sich noch wenden?" hinterfragte Bergstedt demokratisch legitimierte Möglichkeiten des Protestes. Es gebe niemanden, an den man schreiben könne, weil Personen mit Entscheidungsverantwortung die Seite der Gentechnikbefürworter verträten.

Die Interessen seien nicht ideologisch, sondern ökonomisch geleitet. So erhalte ein im Osten Deutschlands tätiges Firmen- Konglomerat 800 000 Euro Staatsmittel für Sicherheitsforschung, obwohl noch kein Wissenschaftler je die Felder betreten habe. Hinzu kämen 5,2 Millionen Investitionskostenzuschuss sowie 2,1 Millionen Euro aus dem Fonds "Zukunft für die Jugend Mecklenburg- Vorpommerns" und 70 000 Euro Landwirtschaftsflächenprämie.

Die "skrupellose Geldgier" spiele den Gentechnikkonzernen zu, denn durch viele kleine Forschungsfelder, die sich häufig ausgerechnet neben den Saatgutbanken für die Sicherstellung herkömmlichen Saatguts befänden, steige die Gefahr der Auskreuzung. Und damit wäre die Debatte um die Gentechnikfreiheit beendet.

Weitere Informationen zum Thema finden sie unter:

www.biotech-seilschaften.de.vu

 

Münchner Merkur vom 08.12.2009

Nulltoleranz gegen Gentechnik

München - "Aufweichungstendenzen" bei dem Ziel, Bayern und Deutschland gentechnikfrei zu halten, sieht der Bund Naturschutz (BN) in den Koalitonsverträgen von Bayern und Berlin. Bei einer Pressekonferenz in München präsentierte der BN einen Forderungskatalog. Wichtigster Punkt: Keine Zulassung von gentechnisch veränderten Pfanzen wie der Maissorte "Mon 810" oder der von BASF entwickelten gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora" in Bayern. "Wir werden den Finger in die Wunde legen, wenn es entgegen den Aussagen von Ministerpräsident Horst Seehofer und Umweltminister Markus Söder zur Gentechnikfreiheit Bayern doch zu einem kommerziellen Anbau oder weiteren Versuchen kommt", warnte BN- Landesvorsitzender Hubert Weiger. Die Naturschützer kritisieren  die Verwischung von Grenzen zwischen Politik und Industrie.

"Ein Unding, dass ein Industrieprodukt wie die BASF Kartoffel Amflora namentlich im Koalitionsvertrag genannt wird" empörte sich auch Josef Wetzstein, Vorsitzender für ökologischen Landbau. Er warnte vor der Aufhebung der Nulltoleranzgrenze bei Importen aus nichteuropäischen Staaten. Glücklicherweise seien da nicht nur die Biobauern dagegen, auch die konventionell Wirtschaftenden fürchteten eine "schleichende Verunreinigung".

Ebersberger Zeitung vom 09.11.2009

Arbeitskreis Gentechnik ist sauer

Der Arbeitskreis Gentechnik des Bund Naturschutz im Landkreis hat mit Empörung zur Kenntnis genommen, was im Koalitonsvertrag von CDU/CSU und FDP in den Kapiteln "Grüne Gentechnik" und "Biotechnologie" vereinbart worden ist. So wolle sich die neue Regierung auf EU- Ebene für "effiziente" d.h. beschleunigte Zulassungsverfahren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) einsetzen. Der Arbeitskreis Gentechnik werde weiterhin die Verbraucher über die damit verbundenen Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt aufklären, erklärte Klaus Schöffel, Sprecher des Arbeitskreises.

ESZ vom 09.11.2009

CSU verteidigt Einsparung in der Naturschutzbehörde

Landkreis. Als "Unverschämtheit" bezeichnet die CSU- Kreistagsfraktion die Befürchtungen des Bund Naturschutz- Kreisvorsitzenden Olaf Rautenberg, die Einsparung eines Sachgebietsleiters in der Unteren Naturschutzbehörde könne zu "Strafvereitelung im Amt" führen.Wie Martin Wagner, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, in einer Presseerklärung schreibt, sei der Landkreis Ebersberg, der einzige Landkreis, der sich im Naturschutz zwei Sachgebiete mit einem jeweiligen Sachgebietsleiter leistet. " Im Landratsamt Ebersberg gibt es nach dem Ausscheiden des Mitarbeiters immer noch 9,6 Vollzeitstellen." Ein Vergleich mit zehn Landkreisen des Bayerischen Innovationsrings bescheinige dem Landkreis die höchsten Personalkosten im "bereinigten" Naturschutz. Wagner: "Hier waren Synergieeffekte durch die Zusammenlegung zu nutzen."

 

 ESZ vom 03.11.2009

Kinder an der Apfelsaftpresse

Ebersberger Zeitung vom 22.09.2009

Bund Naturschutz feiert 25. Geburtstag

Grafing. Mit einem fröhlichen Fest feierte die Ortsgruppe Grafing des Bund Naturschutz (BN) ihr 25- jähriges Bestehen. Die Stadtkapelle und die Band "Swing Gitan" sorgten für die musikalische Umrahmung auf dem Wochenmarkt. In einer kurzen Ansprache fasste 1. Vorsitzender Olaf Rautenberg die Geschichte der Grafinger Ortsgruppe zusammen, während die Kinder sich an einer Apfelsaftpresse versuchten

Schwäbische Zeitung vom 14.09.2009

6000 ziehen gegen Gentechnik zu Felde

Ulm. Es war alles andere als ein Heimspiel, das die Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan am Sonntag in ihrem Wahlkreis hatte. Buh- Rufe empfingen sie, als sie am Nachmittag auf einer Podiumsdiskussion das Engagement der Bundesregierung für die "Grüne" Gentechnik verteidigte.

Kein Wunder, denn den ganzen Tag über waren von den Veranstaltern im übertragenen Wortsinn Alternativen "aufgetischt" worden. Sieben bäuerliche Organisationen, darunter das katholische Landvolk, hatten unter dem Motto "Vielvalt ernährt die Welt" zu einer Wende in der Agrarpolitik aufgerufen.

Begonnen hatte der Sonntag mit einer Treckerdemonstration, an der nach Auskunft der Veranstalter 120 Fahrzeuge aus der Region mit entsprechenden Spruchbändern und Plakaten teilnahmen. 230 Helfer sorgten den ganzen Tag dafür, dass die geschätzten 6000 Gäste den Tag über genug zu essen und trinken hatten und dass das Programm über die Bühne gehen konnte. Es gab 2000 Würste, Spätzle und Linsen von der Alb. Serviert und verspeist wurde alles an einer- zusammen gerechnet- 500 m langen Tafel. Zahlreiche Sponsoren aus dem Bio- Bereich unterstützten das "Gentechnikfreie" Fest.

Ebersberger Zeitung vom 14.09.2009

Ilchinger Weiher

BN beteiligt sich an den Kosten

Kirchseeon - Die Gemeinde Kirchseeon hat die naturnahe Umgestaltung des Ilchinger Löschweihers ins Auge gefasst. Gefördert wird diese Idee durch eine Zusage des Bund Naturschutz, die Maßnahme mit bis zu 10.000 Euro zu unterstützen.

Im Laufe der Planung ergab sich, dass die Betonwände des Gewässers komplett erhalten bleiben sollten. Für eine rein optische Aufbesserung des Uferbereichs durch Anpflanzung von Wildblumen wäre der Bund Naturschutz aber nicht bereit gewesen, den zugesagten Zuschuss zu gewähren. Nach Ansicht von Ernst Fuchs, dem Ortsbevollmächtigten des BN für Kirchseeon , könne der Zuschuss nur durch eine biologische Aufwertung des Uferbereichs gerechtfertigt werden. Deshalb forderte der Bund Naturschutz die Entfernung der Uferwand über dem Wasserspiegel sowie eine Abflachung der Uferzone. Das wäre eine gute Voraussetzung, damit sich Amphibien ansiedeln könnten.

Der Vorstand der BN- Kreisgruppe hat sich vor Ort von der Förderungswürdigkeit des Projekts überzeugt und einstimmig beschlossen, das vorher zugesagte Geld für die Kappung der Einfassungsmauer bis zur Höhe von 10.000 Euro zu genehmigen.

 

Ebersberger Zeitung vom 7.September 2009 (Auszüge)

Groß - Demonstration gegen Atomkraft

36.000 Kernkraftgegner protestieren am 5. September in Berlin

Bei der größten Demonstration von Atomkraftgegnern in Deutschland seit mehr als 20 Jahren haben in Berlin mehrere zehntausend Menschen friedlich gegen die Kernenergie protestiert. Unter dem Motto "Mal richtig abschalten" forderten sie die "Stilllegung aller Atomanlagen weltweit". Die Polizei sprach von 36.000 Teilnehmern, die Veranstalter von 50.000. Zuletzt waren in dieser Größenordnung im Juni 1986 bundesweit rund 80.000 Menschen für den Ausstieg aus der Atomkraft auf die Straßen gegangen.

Insgesamt sei die Kundgebung in Berlin sehr friedlich verlaufen, sagte gestern ein Polizeisprecher. Hunderte von Bauern aus Niedersachsen waren mit mehr als 300 Traktoren nach Berlin gekommen und fuhren vor dem Brandenburger Tor auf. Vertreter aus Niedersachsen und von Umweltverbänden, darunter der BUND, verlangten bei der Kundgebung, endlich auf Ökostrom und erneuerbare Energien zu setzen und keinen Atommüll mehr zu prduzieren.

Ebersberger Süddeutsche Zeitung vom 04.08.2009 (Auszüge)

Politik billigt Road- map zur Energiewende

Der Umweltausschuss des Kreistages Ebersberg befürwortet einstimmig 12 Leitprojekte um den Landkreis Ebersberg bis 2030 unabhängig von fossilen und sonstigen nichterneuerbaren Energien zu machen.

Sonne, Biomasse, Solarthermie, Photovoltaik, Windkraft und Geothermie sollen in 20 Jahren die umweltbelastenden  Energieträger ersetzen. Unter anderem sollen folgende Maßnahmen die Zielerreichung für Wärme und Strom ermöglichen:

  • Energetische Sanierung des Altbaubestands
  • Energetische Ausrichtung der künftigen Bauleitplanung
  • Verwertung organischer Reststoffe (25 Biogasanlagen mit Kraft/-Wärmekopplung)
  • 5 Heizkraftwerke mit Kraft-/Wärmekopplung
  • Solarthermie auf Hausdächern zur Heizungsunterstützung
  • Photovoltaik auf Freiflächen (ca. 4 Mio m²)
  • Photovoltaik auf Hausdächern (ca. 2 Mio m²)
  • Nutzung der Tiefengeothermie (Poing, Vaterstetten, Markt Schwaben) 
  • Nutzung der Oberflächengeothermie (17.000 Erdsonden/Wärmepumpen)
  • 15 Großwindanlagen a` 2 MWp
  • Energieeinsparung durch Effizienzsteigerung bei Wärme ca. 50% *
  • Energieeinsparung durch Effizienzsteigering bei Strom ca. 30% **

Die Gesamtinvestionen für den Landkreis werden auf ca. 1,7 Mrd. € geschätzt, wobei ca. 750 Mio € auf die privaten Haushalte entfallen dürften.

Derzeit liegt der Wärmebedarf des Landkreises bei ca. 1,6 Mrd. KWh/Jahr* und beim Strom bei ca. 450 Mio KWh/Jahr**.

 

 

Ebersberger Zeitung vom 30.07.2009

 Ebersberger SZ vom 20.07.2009

Ebersberger SZ vom 06.06.2009

 

ESZ vom 04.06.2009

Naturschützer kritisieren Niebler und Hohlmeier

Landkreis. Die Bedeutung der anstehenden Wahl zum Europaparlament unterstreicht der Arbeitskreis Gentechnik des Bundes Naturschutz. Schließlich würden viele für die Verbraucher wichtigen Entscheidungen auf EU- Ebene gefällt, betonte der Sprecher Klaus Schöffel. Zugleich kritisierte er Angelika Niebler und Monika Hohlmeier (beide CSU). Diese hatten sich nicht zu den Fragen geäußert, die ihnen das "Bündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft" vorgelegt hatte.  ch

Ebersberger SZ vom 30./31./01./2009

Agenda 21 will sich in den Wahlkampf einmischen

Ebersberg.  Die Mitglieder des Arbeitskreises Energie und Ressourcen der Landkreis- Agenda 21 (AKE) haben auf ihrere jüngsten Sitzung das seit zehn Jahren geltende Leitbild des Arbeitskreises ergänzt: Für das Ziel, den Landkreis bis 2030 von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen, solle verstärkt"Überzeugungsarbeit bei den Entscheidungsträgern" betrieben werden. "Das mag sich kompliziert anhören" sagte AKE- Sprecher Olaf Rautenberg, "aber im Prinzip bedeutet das, dass sich der AKE aktiv in den anstehenden Bundestagswahlkampf einbringen soll, um Wähler von der Notwendigkeit der Energiewende zu überzeugen". Vor allem wolle man einen "Ausstieg aus dem Atomausstieg" verhindern.

Süddeutsche Zeitung vom 25.05.2009

Ebersberger Zeitung vom 18.05.2009 zur 25-Jahrfeier der OG- Vaterstetten