BN-OG Poing: Ein Sandarium für die Artenvielfalt
Einweihung des Sandariums in Poing
Vor zwei Wochen wurde neben der Ausgleichsfläche hinterm Lerchenwinkel in der Nähe des Bienenhauses Poings Sandarium eingeweiht. Dieses bietet Nistmöglichkeiten für bodenbewohnende Insekten. Über die Hälfte der heimischen Wildbienenarten nistet nämlich im Boden. Der Sand für den Bau ihrer Niströhren muss besonders fest sein. Da solche Sandstellen kaum noch natürlich zu finden sind, werden auch die bodenbewohnenden Wildbienen immer seltener.
Wir freuen uns, dass das Sandarium mit 90 qm Fläche so groß und auch so schön geworden ist. Immerhin waren wir beim Bau dabei! Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Baubetriebshofs, dem Imker- und dem Gartenbauverein sowie einigen Poingerinnen und Poingern haben wir die Kalksteine für die Einfassung und die Trockenmauer geschleppt, bei der Verteilung des Sandes geholfen und die Mauer bepflanzt. Unser herzliches Dankeschön geht an die Beteiligten, insbesondere an Christian Friedrich vom Baubetriebshof. Er hat wirklich viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt. Er hat nicht nur wesentlich das Konzept erarbeitet und umfangreiche Informationen zu Sandarien gesammelt. Von der Firma Rösl in Regensburg hat er auch die zwei unterschiedlichen Sorten Spezialsand besorgt und nicht zuletzt die Arbeitseinsätze vom Bagger bis zur Brotzeit hervorragend organisiert.
Und der Aufwand hat sich gelohnt! Schon bei der Einweihung konnte die Diplom-Biologin Eva Sonnleitner von der Firma Rösl nach einem kurzen Blick ein halbes Dutzend unterschiedliche Arten von sandbewohnenden fliegenden Insekten ausmachen. Darunter besonders seltene Arten, wie Wespen-, Blut-, Furchen-, Sand- und Pelzbienen. Das ist ein großer Erfolg und wir freuen uns sehr, dass Poing um ein weiteres Element zum Erhalt der biologischen Vielfalt bereichert wurde.
Für die BN-Ortsgruppe Poing
Yvonne Großmann
yvonne@d-grossmann.com
0179 2344876
https://www.poing.de/leben-freizeit/pflege-der-gruenanlagen











